Liebe Kollegin, lieber Kollege,

wir schicken Euch heute die Ausschreibung für ein spannendes Weiterbildungsseminar mit Menno de Lange im Dezember.

Für nächstes Jahr planen wir außerdem eine Weiterbildung in Deep Draining. Unsere aktuellen Ausbildungsgruppen werden einmal im Norden und einmal im Süden ein Wochenende in einem Seminarhaus als Einführungsseminar haben und interessierte Kollegen können in begrenzter Zahl mit daran teilnehmen.

Danach wird die Weiterbildung außerhalb der Ausbildung fortgeführt.

Wenn größeres Interesse besteht, können wir natürlich auch ein eigenes Einführungsseminar für fertige Kollegen organisieren. Wenn Du also Interesse daran hast, dann schick uns bitte eine Mail, damit wir das entsprechend planen können.

Geleitet wird die Weiterbildung von Hartmut Wübbeler, der das von Gerda in den letzten Jahren noch ausführlich erlernt hat.

Wir hatten bereits eine Trainerweiterbildung darin bei Hartmut und er kann das wunderbar anschaulich und strukturiert vermitteln, wir haben viel gelernt.

Mit herzlichen Grüßen

Marianne

 

Neurowissenschaften und Biodynamik

Weiterbildung 2016 mit Menno de Lange

Wie wichtig die neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaft für unsere tägliche biodynamische Praxis sind
In den letzten Jahrzehnten haben die Neurowissenschaften bahnbrechende neue Einsichten darüber erlangt, wie die Seele des Gehirns, Nervensystems, Verstandes und der Körperprozesse traumatische Erfahrungen regulieren.
Auf unserem Gebiet der körperorientierten Psychotherapie haben besonders Peter Levine und Pat Ogden viele wichtige Beiträge dazu geleistet, diese neuen Forschungsergebnisse mit der Körperpsychotherapie zu verbinden.
Zu verstehen, wie das Gehirn bestimmte Antworten aus frühen Zeiten unserer Kindheit aktivieren kann, ist für mich eine große Unterstützung, besonders in der biodynamischen Vegetotherapie: wie neurale Netzwerke und Auslöser auf vergangenen Erfahrungen beruhen. Etwas darüber zu wissen, wie schnell die limbischen Schaltkreise im Vergleich mit der langsamen Bedächtigkeit des präfrontalen Cortex sind. Zu erkennen, wie die neurale Integration durch emotionale traumatische Erfahrungen in unserer Kindheit blockiert wird.


Um es mit anderen Worten auszudrücken: die rhythmischen Bedürfnisse des Reptiliengehirns zu verstehen, die Bedürfnisse des limbischen Systems nach emotionaler Verbindung und die des Neo-Cortex danach, beruhigende Worte wieder und wieder zu hören, ist eine wunderbare Unterstützung für die Liebe und auch Präzision unserer Arbeit.


Natürlich ist das nur ein Teil der Geschichte: dass wir Produkte dessen sind, wie unsere Gehirne und unsere Körper arbeiten. Es stimmt auch nicht, dass all unsere subjektiven Erfahrungen genauestens durch die Anatomie und Physiologie des Gehirns und des Nervensystems erklärt werden können. Und nicht zuletzt ist es sehr begrenzend anzunehmen, das alles, was wir fühlen und wissen, rein durch unsere Gehirnfunktionen zu erklären ist.
Aber es ist wahr, dass wir durch die Einflüsse unseres Gehirns auf unseren Körper tief beeinflusst werden. Ich möchte Peter Levine zitieren: „Uns selbst zu kennen heißt unser Gehirn zu kennen, und unser Gehirn zu kennen heißt uns selbst zu kennen: mehr oder weniger.“


Unser Körper und unser Verstand verfügen über eine angeborene Bewegung in Richtung von Integration und Heilung, die nach einem Trauma oft blockiert ist. Diesen Trieb hin zum unabhängigen Wohlbefinden zu befreien ist ein zentrales Ziel der biodynamischen Therapie.


In unserer gemeinsamen Zeit möchte ich mit Euch relevante Bereiche des Gehirns anschauen, von denen man durch die neuere neurobiologische Forschung weiß, dass sie in die Entstehung und Aufrechterhaltung traumatischer Stresssymptome involviert sind.
Das ist sehr wichtig für eine Langzeittherapie (und nicht nur für Trauma-Arbeit) und hilft uns, unsere therapeutische Arbeit durch eine wachsende Genauigkeit unserer Interventionen zu verbessern.


Wir werden auch einige Bausteine des Gehirns bezüglich ihrer Verbindung zum Energiefluss zwischen Gehirn-Verstand-Körper-Herz erforschen, um eine liebevolle Beziehung zu uns selbst und zu unseren Klienten zu unterstützen. Damit wir ein bisschen weniger von den Ängsten unserer Sekundärpersönlichkeit bestimmt werden..
Es wird sicher kein erschöpfendes Teaching in Physiologie werden.. ich möchte vielmehr dazu beitragen, dass etwas von diesem spannenden Wissen Euren Spaß an der Arbeit vergrößert.


Darüber hinaus wird es wie immer die Zeit für Euch und Eure Prozesse geben und wir arbeiten mit Meditation, biodynamischer Vegetotherapie, geführten Traumreisen und Zeichnen. (also bitte die Malsachen mitbringen).

Leitung:            Menno de Lange

Termin:            8. - 12. Dezember 2016

Beginn Mittwoch Abend mit dem Abendessen gegen 17 Uhr, Gruppe ab 20 Uhr, Ende am Sonntag nach dem Mittagessen.

Ort: Seminarhaus Auszeitenoase am Chiemsee www.auszeiten-oase-chiemgau.de

Beim Haus bitte über deren Homepage selbst vorher für das von Dir gewünschte Zimmer anmelden.

Teilnahmegebühr: 350 Euro